Schulprojekt in Abobo

Mit unserem Partner "Education – Paix – Développement" (EPD) hat CHANGE 2010 eine Schule in Abobo-Akeikoi gegründet. Das Projekt "Verbesserung qualifizierender Bildung am Collège EPD in Abobo-Akeikoi" ist unser ersten Auslandsprojekt.

Abidjan

Projektstart:

Februar

Projektzusammenfassung

Im Zuge des Projektes “Schulgründung in der Elfenbeinküste Côte d’Ivoire: Education – Paix– Développement” gründete unsere Partnerorganisation EPD (Education-Paix-Développement: Bildung-Frieden-Entwicklung) im Jahr 2010 mit der finanziellen Hilfe von CHANGE e.V. eine weiterführende Schule (Collège EPD) mit einem innovativen pädagogischen und sozialen Profil, die 600-800 Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien eine staatlich anerkannte und qualifizierende Schulbildung ermöglicht. Gleichzeitig wurden qualifizierte Arbeitsplätze, Weiterbildungschancen und ein Netzwerk geschaffen. Die Schule befindet sich in der Metropole Abidjan, der größten Stadt Côte d’Ivoires, im Stadtviertel Abobo-Akeikoi. Mit 142.000Einwohnern, die größtenteils aus dem Landesinneren stammen und aufgrund von Landflucht und Bürgerkrieg in Abidjan eine neue Heimat suchten, kann die soziale, logistische und finanzielle Infrastruktur der Stadt mit dem raschen Bevölkerungswachstum nicht Schritt halten. Dies zeigt sich u.a. am öffentlichen Bildungsangebot: drei staatliche Sekundarschulen kommen hier auf ca. 1,6 Millionen Einwohner. Das Angebot an pädagogischen und sozialen Dienstleistungen ist somit nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ besorgniserregend. 

Die Schulgründung war erfolgreich und die Schule wurde sehr gut von Eltern und Schülern angenommen. Viele Schüler konnten in den Genuss einer guten Schulbildung kommen und einige Schüler haben das Collège bereits mit einem qualifizierenden Abschluss verlassen. Kurz nach der Schulgründung brach in der Elfenbeinküste jedoch ein Bürgerkrieg aus, der der Schule einen schweren Schlag versetzte. Obwohl CHANGE e.V. ursprünglich nur die Startfinanzierung für das Schulprojekt tätigen wollte, unterstützte CHANGE e.V. in den letzten Jahren mehrmals die Schule, da sich das Collège sonst nicht von den fatalen Folgen des Bürgerkriegs hätte erholen können. Im Moment leidet die Schule noch immer unter dem Spagat zwischen Ermöglichung kostenloser/-günstiger Schulbildung und der Entwicklung hoher Schulqualität.

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Verbesserung qualifizierender Bildung in Abobo-Akeikoi 2014

Das Projekt „Verbesserung qualifizierender Bildung am Collège EPD in Abobo-Akeikoi“ baut auf unserem ersten Auslandsprojekt der “Schulgründung in der Elfenbeinküste (frz. Côte d’Ivoire): Education – Paix – Développement” auf.

1. Rückblick: Schulgründung in der Elfenbeinküste Côte d’Ivoire: Education – Paix – Développement 2010

2. Die zentralen Herausforderungen für das Jahr 2014

3. Erreichung des wichtigen Etappenziels  

1. Rückblick: Schulgründung in der Elfenbeinküste Côte d’Ivoire: Education – Paix– Développement 2010

Im Zuge des Projektes “Schulgründung in der Elfenbeinküste Côte d’Ivoire: Education – Paix– Développement” gründete unsere Partnerorganisation EPD (Education-Paix-Développement: Bildung-Frieden-Entwicklung) im Jahr 2010 mit der finanziellen Hilfe von CHANGE e.V. eine weiterführende Schule (Collège EPD) mit einem innovativen pädagogischen und sozialen Profil, die 600-800 Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien eine staatlich anerkannte und qualifizierende Schulbildung ermöglicht. Gleichzeitig wurden qualifizierte Arbeitsplätze, Weiterbildungschancen und ein Netzwerk geschaffen. Die Schule befindet sich in der Metropole Abidjan, der größten Stadt Côte d’Ivoires, im Stadtviertel Abobo-Akeikoi. Mit 142.000Einwohnern, die größtenteils aus dem Landesinneren stammen und aufgrund von Landflucht und Bürgerkrieg in Abidjan eine neue Heimat suchten, kann die soziale, logistische und finanzielle Infrastruktur der Stadt mit dem raschen Bevölkerungswachstum nicht Schritt halten. Dies zeigt sich u.a. am öffentlichen Bildungsangebot: drei staatliche Sekundarschulen kommen hier auf ca. 1,6 Millionen Einwohner. Das Angebot an pädagogischen und sozialen Dienstleistungen ist somit nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ besorgniserregend. 

Die Schulgründung war erfolgreich und die Schule wurde sehr gut von Eltern und Schülern angenommen. Viele Schüler konnten in den Genuss einer guten Schulbildung kommen und einige Schüler haben das Collège bereits mit einem qualifizierenden Abschluss verlassen. Kurz nach der Schulgründung brach in der Elfenbeinküste jedoch ein Bürgerkrieg aus, der der Schule einen schweren Schlag versetzte. Obwohl CHANGE e.V. ursprünglich nur die Startfinanzierung für das Schulprojekt tätigen wollte, unterstützte CHANGE e.V. in den letzten Jahren mehrmals die Schule, da sich das Collège sonst nicht von den fatalen Folgen des Bürgerkriegs hätte erholen können. Im Moment leidet die Schule noch immer unter dem Spagat zwischen Ermöglichung kostenloser/-günstiger Schulbildung und der Entwicklung hoher Schulqualität.

2. Die zentralen Herausforderungen 2014

Auch wenn es bis jetzt noch nicht vollständig gelungen ist, ist es möglich und erstrebenswert, dass sich die Schule ab 2014 mit eigenen Mitteln finanziert. Nur mithilfe der niedrigen Schulgelder ist die finanzielle Unabhängigkeit allerdings sehr schwer zu erreichen. Damit sich die Schule also selbst tragen und sogar Gewinne machen kann, die sie in einen Ausbau und die Verbesserung der Bildung investieren würde, war es von zentraler Bedeutung, dass die Schule eine staatliche Auszeichnung und somit Subventionen der Côte d’Ivoire erhält. Um die staatliche Auszeichnung zu bekommen, waren einige größere Investitionen nötig, wie die Einrichtung eines Krankenzimmers, einer Bibliothek, zweier Labore etc. Das Collège EPD war in dieser sensiblen Phase auf weitere Unterstützung von CHANGE e.V. angewiesen. Nur so sind das Überleben der Schule, eine hohe Qualität der Bildung und der gesundheitlichen Versorgung und die stetige Verbesserung und Vergrößerung der Schule gewährleistet.

Diese infrastrukturellen Verbesserungen des Collège wirkt sich auch unmittelbar auf die Qualität der Bildung und der gesundheitlichen Versorgung der Schüleraus:  Die meisten Kinder können sich kaum die Schulbücher, geschweige denn  Romane, Wörterbücher oder einen Computer leisten. Durch die Einrichtung  einer Schulbibliothek bzw. Mediathek können sich die Kinder nun auf  vielfältigste Art und Weise unabhängig vom Geldbeutel der Eltern  bilden. 

Die verbesserte Ausstattung der Labore ermöglicht es den Lehrern, den naturwissenschaftlichen Unterricht nicht nur mit Kreidestaub und Gedankenexperimenten, sondern mit Versuchsmaterialien viel anschaulicher und greifbarer zu gestalten. Es geht hierbei  um eine Mindestausstattung, die einen kleinen Einblick in die Praxis  naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung gewährt. Bis Mitte 2014 war die  medizinische Versorgung der Schüler ungenügend. Durch die Einrichtung  eines Krankenzimmers und die Einstellung eines Schularztes können  kostenlosemedizinische Behandlungen und sensibilisierende  Präventionsmaßnahmen (AIDS, Malaria, etc.) durchgeführt werden.

Die Arbeitsgruppe Fundraising für CIV hat, zunächst anhand der Informationenunseres Partners EPD, eine Projektbeschreibung und einen Finanzplan erstellt und strategische Überlegungen bezüglich möglicher Finanzierungsquellenangestellt. Das benötigte Finanzvolumen waren ca. 22.000 Euro, daher entschied sich die Gruppe neben den üblichen Aktivitäten (Benefizkonzerte, Essensaktionen etc.) vor allem institutionelles Fundraising zu betreiben. So wurde ein zeitintensiver Förderungsantrag an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) formuliert. Dieser konnte allerdings auspolitischen Gründen (langsame Koalitionsbildung im deutschen Bundestag) nicht in der gebotenen Zeit bearbeitet werden. Daher wandte sich die Anstrengungen der Arbeitsgruppe mit großem Erfolg an private Stiftungen. Durch die Förderzusagen von AES e.V., ASB e.V. und der Georg-Kraus Stiftung erhielt CHANGE 10.340 Euro für das Projekt. Eine Fundraising Aktion überbetterplace.org an Weihnachten 2013 brachte weitere 4.500 Euro ein. Durch die 6.000 Euro Rücklagen, die für das Projekt bereits im Vorfeld eingeworben wurden, konnte CHANGE somit das Projekt innerhalb weniger Monate komplett finanzieren. Wir wollen uns an dieser Stelle nochmals bei allen Unterstützern und Mitgliedern der Arbeitsgruppebedanken, ohne die eine so kurzfristige Realisierung des Projekts unmöglich gewesen wäre.

3. Große Erfolge mit weitreichenden Konsequenzen für das Collège EPD

Mit der Summe von 22.000 Euro konnten im Collège EPD die beschriebenen Ausbau- und Renovierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Diese Maßnahmen bildeten eine wichtige Grundlage für den Erhalt der staatlichen Subventionen, die nun einen wesentlichen Beitrag zur finanziellen Autonomie unserer Partnerorganisationleisten. Dieses wichtige Etappenziel, den Erhalt der Anerkennung der Förderwürdigkeit („reconnaissance“) hat die Schule im Herbst 2014 erhalten. Außerdem entschied das Ministerium beginnend ab dem Schuljahr 2014 und für vier weitere Jahre 148 staatlich geförderte Schüler an unser Collège zu schicken. Dies bedeutet Mehreinnahmen in Höhe von jährlich 27.000 Euro, die jedes Jahr durch neue Zuweisungen wachsen können. Diese staatlichen Subventionen ermöglichen EPD finanzielle Autonomie und die Ausweitung ihrer sozialen Programme. Über diesen Erfolg nach vier Jahren harter Arbeit freuen wir uns sehr. Sobald alle Maßnahmen abgeschlossen sind, werden sie gesondert dokumentiert und für den kommenden Jahresbericht aufbereitet.

Video zum Projekt